Sinyati Women Project
Das Problem: Auf dem Land der Sinyati Women gibt es kein fließend Wasser, ein Brunnen ist keine Option, da das Grundwasser salzig ist.
Die Chance: Wir machen Wasser für Produktion, Aufforstung und Besucher der Sinyati Women Selfhelp Group verfügbar und ermöglichen so die geplanten sozialen, ökonomischen und ökologischen Projekt-Vorhaben der engagierten Frauen-Selbsthilfegruppe.
Der Plan: Wir bauen eine Wasserleitung, einen Wasserturm und Tanks für die Sammlung von Regenwasser.
Unser Beitrag: Wir helfen bei Planung, Mitteleinwerbung und Durchführung der Baumaßnahmen.
Die Geschichte der Sinyati Frauen
Die Frauen der Sinyati Women Selfhelp Group am Südostufer des Baringo Sees gehören dem kleinen Volk der Il Chamus an, Verwandte der Masai. Traditionell betreiben sie nur Fischfang, inzwischen aber auch Ackerbau und Viehhaltung.
Wir lernten die Frauengruppe 2021 während der Pandemie kennen, als wir für unsere Partner nach Corona-resistenten Einnahmequellen als Alternative zum Tourismus suchten. Die Sinyati Women entpuppten sich als Expertinnen in der Haltung von Bienen, und wir waren beeindruckt von ihrem Spirit und Engagement.
Die Gründerinnen der Sinyati Women sind allesamt Lehrerinnen, die sich ursprünglich zusammenschlossen, um sich gegenseitig mit Mikrokrediten zu unterstützen. Ihr nächstes Anliegen wurde es, Kinderheiraten in ihrer Gemeinschaft zu verhindern. Sie gründeten in dem abgelegenen Dorf eine Schule, wodurch nicht nur das Heiratsalter, sondern auch das Bildnungsniveau stieg. Inzwischen haben einige junge Menschen der ersten Schülergeneration bereits ihr Studium abgeschlossen! Und die Women Group half anderen Frauen, ihre Geschäftsideen zu verwirklichen und kleine Läden zu eröffnen.
Dabei hatten die Sinyati Women auf ihrem Weg gegen große Widrigkeiten zu kämpfen. Da war zunächst das Mißtrauen der Männer, bis diese den Nutzen der Frauengruppe für die Familien und die Dorfgemeinschaft erkennen konnten. Dann wurde ihr Dorf über Jahre von Viehdieben terrorisiert und sie verloren all ihre wertvollen Nutztiere. Und schließlich trat auch noch der Baringo See über seine Ufer und raubte einigen Familien ihre Grundstücke.
Aber anstatt aufzugeben, kauften die Frauen in sicherer Entfernung ein Stück Land, das sie mit einheimischen Baumarten aufforsteten und neben einer Bienen-Kolonie auch ein kleines Gebäude für die Verarbeitung von Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten bauten.
Unser Engagement
Seit 2021 begleiten und unterstützen die Treasures of Kenya die Sinyati Women Selfhelp Group. Wir helfen beim Marketing, bei der Entwicklung neuer Produkte und wir besuchen sie regelmäßig mit unseren Gästen, um ihnen zusätzliches Einkommen zu verschaffen. Mit Hilfe unserer Besucher konnten wir 2023 ein Motorrad finanzieren, das seitdem Honig zur Verarbeitung und zum Markt bringt, aber auch als Fortbewegungsmittel der Frauen und dem Krankentransport dient.
Der Traum der Sinyati Women
Für die Zukunft haben die Frauen einen großen Traum: Schritt für Schritt möchten sie auf ihrem Land eine professionelle Verarbeitungsstätte für Bienenprodukte aufbauen, mit deren Einnahmen weitere Projekte in ihrer Dorfgemeinschaft umgesetzt werden können. Zudem soll das Grundstück zu einem Zentrum für die Kultur der Il Chamus und ein Ort für Innovationen, Umwelt- und Berufsbildung werden.
Grundlage für die Verwirklichung all dessen ist allerdings: Wasser! Und hier kommen die Treasures of Kenya ins Spiel…
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