Kiplombe Conservancy Project
Das Problem: Der Bergregenwald von Kiplombe ist von zunehmender Degradierung und Zerstörung bedroht, im Schutzgebiet mangelt an Fachwissen, Infrastruktur und Geld, in den anliegenden Gemeinden an alternativen Einkommensquellen.
Die Chance: Wir bauen mit den Menschen von Kiplombe das Schutzgebiet auf, um das wertvolle Urwaldgebiet dauerhaft zu schützen, begleiten den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Entwicklungsprozess der umliegenden Dörfer und entwickeln dabei die Fähigkeiten und Ansätze, auch anderen Gemeinden und Naturschutzgebieten helfen zu können.
Der Plan: Wir schaffen die administrativen und infrastrukturellen Grundlagen im Hauptquartier, stellen die ersten Ranger ein und trainieren sie, bauen drei Ranger-Außenposten und ein Kassenhäuschchen, Räumlichkeiten für die Weiterbildung und ein Camp für Touristen.
Unser Beitrag: Wir sind Prozeß-Begleiter und -Berater, akquirieren Partner und Projektmittel, helfen bei Planung, Organisationsaufbau und Training des Teams, bauen mit unseren Partnern wichtige Infrastruktur und fördern Tourismusentwicklung und Marketing in Kiplombe.
Über die Kiplombe Community Conservancy
Die Kiplombe Community Conservancy ist ein kleines, aber landschaftlich sehr reizvolles Gemeindeschutzgebiet im südlichen Hochland von Baringo County, rund 45 Kilometer von Kenias drittgrößter Stadt Nakuru entfernt. Das 290 Hektar große Gebiet und sein Umland waren ursprünglich von wundervollen Bergregenwäldern bedeckt, und bis in die jüngere Vergangenheit lebte in der Region eine reiche Tierwelt – Mitte der 1980er Jahre gab es sogar noch Spitzmaulnashörner hier!
Die Herausforderungen
Aber der einstige natürliche Reichtum hat in den vergangenen Dekaden unter dem Nutzungsdruck der wachsenden Bevölkerung gelitten. Einige Tier- und Baumarten sind komplett verschwunden, der Wald ist stellenweise schwer geschädigt.
Die lokale Gemeinschaft hat sich zwar grundsätzlich dem Naturschutz verschrieben und 2017 die Kiplombe Community Conservancy ins Leben gerufen.
Aber gegenwärtig gibt es weder die nötigen Fähigkeiten noch die finanziellen Mittel, um Management, Infrastruktur und Waldschutz deutlich zu verbessern. Und in Ermangelung von alternativen Einkommensquellen sind viele Mitglieder der Gemeinschaft weiterhin auf die Holzkohle-Produktion und andere Formen der zerstörerischen Waldnutzung für ihren Lebensunterhalt angewiesen.
Ende 2022 bat uns der Vorstand von Kiplombe bei der Tourismus-Vermarktung zu helfen. Aber es wurde schnell klar, dass es zunächst um den Aufbau von Verwaltung, Management und Infrastruktur gehen muss, um den Bergregenwald langfristig zu erhalten. Und wenn die Menschen in den drei Dörfern an den Schutzgebietsgrenzen nachhaltig profitieren sollen, ist eine tiefgreifende, langfristige ökologische, soziale und wirtschaftliche Transformation erforderlich.
Unser Engagement in Kiplombe
Daraufhin haben die Treasures of Kenya den Vorstand von Kiplombe in den vergangenen Jahren beratend begleitet, ein Supportnetzwerk aufgebaut, in Zusammenarbeit mit drei Master-Studenten der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde Grundlagenforschung zu ökologischen, sozialen und infrastrukturellen Aspekten von Kiplombe betrieben und ein Gesamkonzept für die Conservancy entwickelt.
Nach all diesen Vorarbeiten steht nun die erste praktische Maßnahme für einen verbesserten Schutz des Waldes unmittelbar bevor: Der Aufbau einer Truppe von jungen Community-Rangern. Und noch in diesem Jahr planen wir zusammen mit der Kiplombe Conservancy und zwei deutschen Partnern, dem innovativen Architekturbüro Frugal Bauen und dem Verein social architecture e.V., drei Ranger-Außenposten und Räumlichkeiten für Ausbildung, Lernen und Forschen in Kiplombe zu errichten.
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